Qi Gong

ist eine östliche Methode die das Wissen um die Fähigkeiten vermittelt, Qi aufzubauen, ins Fließen zu bringen und zu regulieren. Im Qi Gong wird durch ein Zusammenspiel von Bewegung, Vorstellung und meditativer Übung Qi gestärkt, aufgebaut und ganzheitlich beeinflusst. Nach und nach lernt man Prinzipien und Zusammenhänge verstehen und durch vielfältige Übungsanregungen wird der Weg in eine erholsame alltägliche Praxis ganz selbstverständlich möglich.

…um diesen QI - Fluss zu fördern

wirken verschiedene Faktoren zusammen, wie Atmung, Bewegung, Vorstellung sowie ein kontemplatives und kontinuierliches „Tun“. Lernen im QI Gong ist ein langsamer Prozess indem man Schritt für Schritt lernt sein Qi ganz individuell zu fördern.

...mehr als...vom „Inneren“ zur Bewegung

spricht man von Bewegung so meint man immer -ganz selbstverständlich - sowohl äußere Bewegung (Körper) als auch innere Bewegung (Qi Bewegung /Meridianbewegung). Die Harmonie oder Schönheit der Bewegung entsteht erst, wenn sich äußere und innere Bewegung langsam beginnen zu begleiten. Mit ein wenig Ausdauer und kontinuierlicher Übung werden sich nach und nach gute Erfolge einstellen.

 

…dabei ist es wichtig,

und das wussten die alten ChinesInnen, dass man so übt, wie es dem eigenen Wesen, der eigenen individuellen Natur entspricht. Diese subtilen östlichen Künste und Wege der „Selbstpraxis“ sind in ihrer Schlichtheit und Einfachheit zugleich Fülle und Vielschichtigkeit an Wissen und Erfahrung.

Vielfältige Qi Gong Praxis für jeden/e:

Daoistisches Qi Gong, Daoyin Organ Qi Gong Übungspraxis in Bewegung und in Ruhe, Meridianmeditationen, die meditativen Methoden des Zhang Zhuang, daoistische Meditation, Akupressur, Selbstmassagen, Qi Gong in freieren Formen und vieles mehr...

Tai Chi

hat seinen Ursprung innerhalb dieser alten "QI-Arbeit". Im Taichi wird vor allem der Aspekt des Bewegungsflusses, fließende, ruhige Qi – Qualität in Bewegung, gefördert. Das natürliche Bewegen im Taichi fasziniert, weil es sanft und weich, aber trotzdem stark und kraftvoll ist. Die wichtigsten Faktoren im Lernen sind wiederum Bewegung, Vorstellung, Atmung und Kontemplation. Nach und nach, durch kontinuierliches Lernen versteht man das Zusammenspiel all dieser Ebenen, die eine freie Bewegungsentwicklung im Taichi erst ermöglichen. Diese Faktoren werden sowohl in Kampfkunst / Partneranwendungen, als auch in freie „Bewegungskunst“ übertragen.

Die wohl bekannteste Legende rund ums Taichi

ist die Geschichte des Mönches Chan San Feng. Dieser daoistische Mönch lebte im 12.Jahrhundert am sagenumwobenen Wudang Berg. Eines Taqes, so die Legende, beobachtete er den Kampf eines Kranichs mit einer Schlange und wurde durch dieses fließende Ineinander von Bewegung, Angriff, Verteidigung, Weichheit und Stärke, spontan angeregt, die Gesetzte des Yin und Yang auf die Kampfkünste zu übertragen. Durch diese intuitive Einsicht begann er eine „innere Kampfkunst“, welche er mit Taichi benannte, zu entwickeln.

Eine zweite Ursprungsgeschichte bezieht sich auf den Begriff des Taichi,

der übersetzt soviel bedeutet wie „das Höchste“. Eine „höchste Dynamik“ die sich auf das Wechselspiel des Yin und Yang im Universum bezieht. Mittels dieser höchsten Dynamik lassen sich die Fähigkeiten des menschlichen Körpers/Geistes über ihr gemeinhin angenommenes Potential hinaus entwickeln. Das Wissen um die Entwicklung dieser inneren QI- Kräfte geht in dieser Deutung eher als philosophisches Wissen/Können auf tausende Jahre chinesische Kultur zurück. Way Sun Liao betont in seinem Werk: „die Essenz des Taichi Chuan“, dass dieses Wissen von der chinesischen Herrschaftselite sowohl geschätzt als auch missbraucht, vernachlässigt und auch korrumpiert wurde. Das Wissen jedoch hätte sich, so Liao, innerhalb der chinesischen Geschichte immer gezeigt.

Ein altes Gedicht über Taichi

zeigt, so denke ich, recht gut die blumige metaphorische Sprache dieser Kunst.

Meine Kunst bahnt neue Wege
Sie kräftigt alle Sehnen und füllt jeden Knochen mit einem wunderbaren Geist.
Ruhig wie ein Leopard sich duckt bevor er angreift, springt sie in wallenden Wogen wie ein Drache,
Ihr Chi bildet einen langen Regenbogen,
der die Sonne berührt und die ganze Welt in seinem Bauch verschlingen möchte.
Sie befiehlt dem Wind und den Wolken, lässt Drachen und Schlangen vor Angst erbleichen.
Die Kraft dieser Kunst schallt über den Himmel hinaus.
Von weitem schon erspürt, wie der Mensch Blitz und Donner wahrnimmt,
atmet sie den himmlischen Odem, der das ganze Universum umhüllt.
In dem großen Brennofen ihres Feuers werden alle Geschöpfe neu geformt,
Himmel und Erde neu geschaffen. Wang Xiang Zhai, 9Jh n. Chr.